Schnittmusterlemminge, ihre Unarten – und eine Tasche

Hallöchen!

Heute gibt es hier mal ein paar (ernstere) Gedanken zum Thema Nähen. Aber auch eine neue Tasche, mehr dazu folgt weiter unten!

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Kennt ihr den gemeinen Schnittmusterlemming? Das ist ein kleines feines Tierchen, das ganz hinten im Gehirn seines Opfers lebt und immer dann zu  Vorschein kommt, wenn es das 5. Bild eines “vermeintlich” neuen Schnittes sieht und kommt dann mit jedem weiteren Bild immer weiter nach vorne bis es ins “Muß-ich-haben”- Zentrum vordringt und dann dort den Paypal- Schalter drückt. Es ist übrigens verwandt mit dem “Stofflemming”, aber der sei nur so am Rande erwähnt.

Und was soll ich sagen? Ich bin befallen. Ich glaube ich hab da eine ganze Sippe von denen im Hirn.

Wie ich zu dieser Feststellung komme? Ich hab meinen Schnittmusterhaufen sortiert. Und dabei festgestellt, das ich den Überblick verloren habe und zwar ziemlich. Das hat ein paar Fragen aufgeworfen, und zwar:

  • Brauche ich wirklich Schnitte für so viele Sachen?
  • Brauche ich wirklich so viele Schnitte für eine Sache?
  • Würde es nicht auch ein Schnittmuster in jeder Kategorie tun, das ich an meine Figur anpasse und dann in Anlehnung an neue Schnitte verändere (natürlich nur für mich, nicht um etwas zu kopieren). Neue Schnitte quasi als Inspiration zu nutzen um das vorhandene, gut sitzende, optimierte Schnittmuster anzupassen?
  • Warum mache ich nicht das für mich, was ich für die Mädels schon lange mache, nämlich anpassen und optimieren.

Das bringt mich im weiteren Sinne zurück zu dem Prinzip vom Capsule Wardrobe, über das ich hier schon mal geschrieben habe. Die Kleidung sollte aus wenigen gut passenden Teilen bestehen, die untereinander kombinierbar sind.  Also, als Konsequenz aus den Gedanken oben und im Kampf gegen die Schnittmusterlemminge nehme ich mir für 2017 folgendes vor:

  • Kategorien festlegen, die es gibt, nicht nur Hose, Pulli, Shirt, sondern etwas detaillierter.
  • Meine Schnittmustersammlung sichten und zu jeder Kategorie einen Schnitt rauszusuchen und auf mich anzupassen.
  • Mich mit Schnittkonstruktion zu beschäftigen und mir die Anpassungen und Abwandlungen auch zuzutrauen.

Im Moment habe ich noch 2-3 Schnitte im Auge die ich wohl kaufen werde, das sind das Raglan Wickelkleid von Kibadoo, der neue Poncho von DreiEms und die Lupita von Milchmonster inkl. Ärmelerweiterung. Alles Andere habe ich im Fundus. Und da gilt ab sofort: erst gucken, inspirieren lassen, vorhandenes anpassen und abwandeln. Ich bin gespannt ob das klappt.

Mindestens eine Ausnahme wird es ziemlich sicher geben: wenn Dani und Miri auf dem Lillestoff- Festival wieder einen Workshop geben werde ich wohl dabei sein:)…vorausgesetzt ich bekomme eine Karte, einen Workshopplatz und es wird etwas genäht das zu mir passt natürlich;) Schnittmusterzeitungen wie Burda oder Ottobre werde ich mir wohl auch weiter kaufen, dort gibt es ja tolle Inspirationen.

Wer sich bis hierhin durchgewuselt/ gelesen hat, der bekommt natürlich heute zum RUMStag auch noch was genähtes für mich zu sehen:

Meine neue BucketBag nach der Anleitung aus dem Snaply Magazin. Die Stoffe sind von Megastoffen, das  Kunstleder von Driessen und das Gurtband von Alles für Selbermacher und die schicken Ösen von Snaply. Eine super Anleitung, die schnell genäht ist, wenn man sich denn erst mal für einen Stoff entschieden hat;) Ich mag den Beutel..er lockt vielleicht den Frühling! Ein bisschen fehlt noch finde ich, vielleicht ein kleiner Baumler oder ein Plott? Mal sehen.

 

verlinkt bei RUMS

 

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